Konzertfoto: Blitz
Witziges Detailfoto, was ich am Rande, eines lokalen Hip-Hop Events, in Aurich, aufnahm. ISO 2000, 98mm, F/2.8, 1/125 Sek.
Witziges Detailfoto, was ich am Rande, eines lokalen Hip-Hop Events, in Aurich, aufnahm. ISO 2000, 98mm, F/2.8, 1/125 Sek.
Da Konzertfotografie: Benehmen im Bühnengraben Teil 2 ein wenig den Rahmen sprengen würde, habe ich den Titel ein wenig angepasst. Im nächsten Teil meiner kleinen Serie über Konzertfotografie und das Verhalten im Bühnengraben möchte ich ein Wenig über die Kleidung und das allgemeine Verhalten schreiben, da ich im Letzten nur den Alkohol ansprach.
Wie gesagt halte ich das Verhalten sehr wichtig, weil öfter auch Negativbeispiele auffallen. Kleidung ist relativ wichtig gegenüber anderen Fotografen, aber auch den Konzertbesuchern. Man sollte darauf achten, dass man eher dunkle und unauffällige Klamotten anzieht. Keine große Mütze, am besten gar keine, und keinen großen Rucksack, am besten die Tasche vorher ablegen und nur das Nötige mitnehmen. Sehr einfach eigentlich. Leider habe ich schon Leute sehen müssen, die mit großen Strohhüten, Hawaihemden und der Tasche um den Hals, den Bühnengraben unsicher machten. Ein wenig Eigenschutz in Form von Ohrstöpsel, festen Schuhen und strapazierfähigen Kleidungsstücken, sollte selbstverständlich sein. Ich selber benutze seit einiger Zeit Hearsafe – Gehörschutz. Die Filter kann man wechseln und das sind 30€, die nicht grade schlecht angelegt sind.
Das Verhalten im Allgemeinen ist dann doch eher schwerer zu definieren. Grundregeln lassen sich hier nicht so einfach aufstellen. Aber einige Basics sollen sich schon in Worte fassen lassen. Wenn man seine Position ändern will und vor den Objektiven der anderen Fotografen lang laufen will, sollte man einigermaßen geduckt laufen und nicht aufrecht, mit stolz geschwellter Brust, durch die Gegend maschieren. Man sollte auch nicht, solange man noch ein wenig Zeit hat, zur Musik abgehen und dort anfangen zu tanzen.
Den Sicherheitskräften sollte man auch mit Respekt und Freundlichkeit begegnen. Das sind die Leute, die einem aus der Scheiße helfen und denen der Bereich zwischen Besuchern und Künstler eigentlich gehört! Der Bühnengraben ist nicht für die Fotografen gedacht. Wir haben meist nur ein zeitlich begrenztes Nutzungsrecht. Andere Fotografen anzurempeln und von ihren Plätzen zu vertreiben sollte auch nicht zum guten Ton gehören. Zwischen Fotografen mit Kompaktkameras und großen DSLR-Kameras zu unterscheiden auch nicht. Auch die mit kleineren Kameras haben ihre Existenzberechtigung. Jeder hat mal klein oder kleiner Angefangen.
Das war der zweite Teil einer kleinen Serie über Konzertfotografie bzw. eher das Verhalten und Benehmen im Bühnengraben. Hat euch der Artikel gefallen oder fandet ihr ihn schrecklich? Habt ihr noch Ergänzungen oder seht ihr das total anders? Kommentiert!

Ich halte es für relativ wichtig mal ein wenig über das Verhalten und Benehmen im Bühnengraben zu schreiben, da ich, in den letzten zwei Sommern, viele Negativbeispiele zu Gesicht bekam. Vorerst möchte ich die Bereiche Kleidung, Alkohol und das allgemeine Verhalten und Bewegen abdecken.
Anfangen möchte ich beim Alkohol. Ein scheinbar essentieller Stoff für Festivalabende und Konzertnächte. Klar, ein Bierchen kann man wohl trinken, aber spätestens, wenn junge, mit Kameras bewaffnete, Menschen in Bühnengräben herum stolpern und eher schwanken als grade stehen, war das wohl zuviel des Guten.
Überspitzt könnte man den Vergleich zur Arbeit in einem Büro ziehen. Da kommt schließlich auch niemand betrunken zur Arbeit. Da die wenigsten Fotografen auf Festivals und Konzerten aber wirklich davon leben können, halte ich den Vergleich für übertrieben. Allerdings würde ich mich an Stelle derer, die gerne mal einen über den Durst trinken, bitten sich ein wenig zu zügeln, da es, auf der einen Seite, einen schlechten Eindruck aller Fotografen gegenüber dem Veranstalter, der Security und den Verantwortlichen macht und auf der anderen Seite zeugt man auch nicht sonderlich viel Respekt gegenüber seiner Leidenschaft. Wer mag es schon ständig, in stressigen Situationen, von Betrunkenen angerempelt zu werden?
Wer sowas schon nicht aus leidenschaftlichen oder finanziellen Gründen macht, sollte zumindestens nicht versuchen, sich unter dem Deckmantel der Konzertfotografie oder Festivalberichterstattung, Eintrittskarten oder gute Plätze zu erschleichen.
Das war der erste Teil einer kleinen Serie über Konzertfotografie bzw. eher das Verhalten und Benehmen im Bühnengraben. Hat euch der Artikel gefallen oder fandet ihr ihn schrecklich? Habt ihr noch Ergänzungen oder seht ihr das total anders? Kommentiert!
So eben erst von den Toten auferstanden. Nach einem relativ anstrengendem Wochenende in Lingen auf dem Abifestival, konnte ich heute Morgen ersteinmal so richtig ausschlafen. Zum Fotografieren war ich da.

Mein Favorit war ganz klar Ohrbooten, die ich dort auch zum ersten Mal live gesehen hab.

Ich bin recht froh darüber, dass wir uns dazu entschieden haben nicht in Lingen zu schlafen und für die Nacht nach Hause zu fahren. Auch wenn es knapp 130km waren.

Exif: 1/200 Sek., F/2.8, 75mm, ISO 1600
Das Foto ist noch auf dem White Sands Festival 2008 entstanden. Im Hintergrund spielen grade Enno Bunger, sie spielten dort als Vorband zu Revolverheld. Revolverheld präsentierte an dem Abend ihren EM Song. Einer von den Fotografen stand die ganze Zeit direkt vor dem Bühnengraben und sprach davon, dass wir noch kein “Go” hätten. Soviel zur Namensgebung. So warteten wir auf das “Go” und ich nutzte die Zeit um noch ein wenig mit dem Gegenlicht der Bühnenshow zu experimentieren. Das Foto erhebt keinesfalls perfekt zu sein. Man hätte die Blende z.B. noch ein wenig schließen können. Am Ende fand ich Enno Bunger dann doch um einiges besser als Revolverheld.

Ganz taufrisch ist das Foto auch nicht mehr. War beim Verlassen des Bühnengrabens, umgedreht und spontan abgedrückt. Übrigens, genau wie der Kollege auf dem Foto, auch mit dem Canon 70-200mm 2.8.

Eines meiner Lieblingsthemen der Fotografie. Es ist zwar oft ziemlich Anspruchsvoll, wenn die Musiker einfach nur über die Bühne rennen oder der Lichttechniker sich mal wieder nur für rotes Licht entschieden hat. Doch es macht einfach Spaß im Bühnengraben unter Druck zu arbeiten. Im Moment bin ich aber auf der Suche nach einem neuen Auftraggeber.